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Was ist Keiki-Paste?
Keiki-Paste ist ein gärtnerisches Präparat zur lokalen Anwendung, das von Pflanzenliebhabern im Rahmen der Techniken zur vegetativen Vermehrung eingesetzt wird. Ursprünglich wurde sie vor allem für Phalaenopsis-Orchideen verwendet. In der Praxis kommt sie auch bei anderen Orchideen und Zierpflanzen zum Einsatz, die geeignete Knospen oder Knoten für diese Art der Anwendung besitzen.
Das Ergebnis eines solchen Eingriffs ist nicht bei jeder Pflanze gleich. Die Reaktion hängt von der Art, dem Typ und der Position der Knospe, dem Zeitpunkt der Anwendung, dem allgemeinen Zustand der Pflanze und den Kulturbedingungen ab. Ausreichendes Licht, gesunde Wurzeln, eine ausgewogene Nährstoffversorgung und eine aktive Wachstumsphase bleiben entscheidend.
Vor der Anwendung
Verwende das Produkt nur bei gesunden, gut mit Wasser versorgten Pflanzen mit funktionsfähigen Wurzeln, die sich in einer günstigen Wachstumsphase befinden. Halte nach der Anwendung stabile Kulturbedingungen aufrecht und dünge mäßig. Vermeide die Anwendung bei Pflanzen, die von Fäulnis, Schädlingen, starker Austrocknung oder anderen schwerwiegenden Kulturproblemen betroffen sind.
Trage Handschuhe, vermeide den Kontakt mit Augen und Haut und bewahre das Produkt außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren auf. Trage nur eine sehr kleine Menge punktuell mit der Spitze eines Zahnstochers oder einem ähnlichen Werkzeug auf. Eine sehr dünne Schicht ist ausreichend. Eine übermäßige Menge verbessert das Ergebnis nicht und kann das empfindliche Gewebe der Knospe schädigen.
Anwendung bei Phalaenopsis
Wähle einen gesunden Knoten an einem grünen Blütentrieb, vorzugsweise nach dem Ende der Blüte. Entferne vorsichtig die schützende Schuppe, die die Knospe bedeckt, ohne den Blütentrieb zu verletzen, und trage anschließend mit der Spitze eines Zahnstochers einen sehr dünnen Film Paste direkt auf die freigelegte Stelle auf.
Das Verhalten der Knospen kann unter anderem je nach ihrer Position am Blütentrieb und dem Zustand der Pflanze unterschiedlich ausfallen. In manchen Fällen kann sich ein vegetativer Austrieb entwickeln, während sich der Blütentrieb in anderen Fällen weiter verzweigt oder anders entwickelt. Es gibt keine absolute Regel, und das Ergebnis kann nicht garantiert werden. Erste sichtbare Veränderungen können Zeit benötigen. Wenn an der Stelle keine Veränderungen auftreten, vermeide eine übermäßige wiederholte Anwendung und überprüfe zunächst die allgemeinen Kulturbedingungen.

Anwendung bei anderen Orchideen
Monopodiale Orchideen. Bei Vanda, Aerides, Rhynchostylis, Angraecum und verwandten Hybriden können die basalen Knotenbereiche berücksichtigt werden, die von alten und vollständig trockenen Hüllblättern geschützt sind. Entferne nur Hüllblätter, die sich leicht lösen, und arbeite punktuell, ohne das Pflanzengewebe zu verletzen.
Orchideen mit kriechendem Rhizom. Bei Cattleya, Oncidium, Cambria, Zygopetalum, Encyclia, Coelogyne und Maxillaria kann das Umtopfen ein geeigneter Zeitpunkt sein, um das Rhizom zu untersuchen und Wachstumsknospen zu identifizieren. Lies zuerst den Umtopf-Ratgeber.
Orchideen mit Pseudobulben. Bei Catasetum, Cycnoches, Mormodes, Dendrobium und Epidendrum solltest du nur vollständig trockene Hüllblätter entfernen und ausschließlich an gesunden, gut entwickelten Stellen arbeiten. Bei kleinen oder schwach entwickelten Pflanzen empfiehlt es sich, nicht gleichzeitig mehrere Knospen zu behandeln.
Hoya und Araceae
Bei Hoya kann das Produkt im Rahmen von Vermehrungstechniken oder zur Steuerung des Pflanzenwachstums punktuell an einem gesunden Knoten angewendet werden. Bei unseren Kulturversuchen haben wir unterschiedliche Reaktionen zwischen einzelnen Exemplaren beobachtet, darunter die Entwicklung neuer Triebe oder die Wiederaufnahme der Aktivität zuvor inaktiver Bereiche. Diese Beobachtungen stellen keine garantierten Ergebnisse für alle Arten oder Exemplare dar.
Bei Philodendron, Monstera und Syngonium erfolgt die Anwendung ausschließlich an gesunden und gut entwickelten Knoten. Vermeide frisch umgetopfte, frisch umgestellte oder sich noch eingewöhnende Pflanzen und verwende das Produkt nicht an beschädigten Trieben.
Ergebnisse und häufige Fehler
Keine sichtbare Reaktion. Nicht jede Knospe oder jeder Knoten reagiert auf die gleiche Weise. Die Vitalität der ausgewählten Stelle, die Jahreszeit, das Licht, die Temperatur, die Nährstoffversorgung und der Zustand des Wurzelsystems können das Ergebnis beeinflussen.
Auftragen einer zu großen Menge. Eine dicke Schicht bedeutet kein schnelleres oder besseres Ergebnis. Verwende eine minimale Menge und vermeide häufige Wiederholungen der Anwendung.
Anwendung bei einer geschwächten Pflanze. Das Produkt ersetzt keine korrekten Kulturbedingungen und behebt keine Probleme wie beschädigte Wurzeln, Austrocknung, unzureichendes Licht oder Schädlingsbefall. Behebe zuerst die Ursache des Problems und verwende das Produkt nur bei Pflanzen in gutem Zustand.
Für die punktuelle Anwendung bei Orchideen und anderen Zierpflanzen kannst du Keiki-Paste kaufen. Entdecke für verfügbare Orchideensorten auch die Orchideensammlung.