Stephanotis gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae), ist endemisch auf Madagaskar und wächst als gedrehte Liane, die eine Länge von über 6 Metern erreichen kann. Die Blätter sind glänzend, dunkelgrün und haben ein Aussehen, das auch ohne Blüte einen hohen Zierwert bietet.
Die variegierte Form ist eine kürzlich entstandene Mutation und derzeit noch recht selten. Wenn sie verfügbar ist, kann sie hier bestellt werden: Stephanotis floribunda variegata
Stephanotis floribunda 'Variegata'
Standort: Helles, teilweise gefiltertes Licht – in der warmen Jahreszeit sollte direkte starke Sonneneinstrahlung vermieden werden, um Verbrennungen zu verhindern. Wächst die Pflanze an einem guten Lichtplatz, fördert dies die Blüte und eine harmonische Entwicklung. Steht eine Pflanze in einem kleinen Topf in direkter Sonne, muss dies durch häufigeres Gießen ausgeglichen werden, da sich das Gefäß erwärmt und das Substrat zu schnell austrocknet.
Im Winter ist es wichtig, die Pflanzen von Wärmequellen (z. B. Heizkörper) oder Kältequellen (z. B. häufig geöffnetes Fenster, kalte Zugluft) fernzuhalten.
Temperatur. Stephanotis ist eine tropische Pflanze und wird in Europa ausschließlich als Zimmerpflanze gehalten. In der warmen Jahreszeit kann sie auf einer schattigen Terrasse stehen. Obwohl sie draußen bis zu 4 °C aushält, erleidet die Pflanze bei dieser Temperatur erhebliche Schäden.
Im Innenbereich liegt die optimale Kultivierungstemperatur zwischen 16 und 31 °C. Sinkt die Temperatur unter 16 °C, geht die Pflanze in die Ruhephase und kann einen erheblichen Blattverlust erleiden.
Hohe Temperaturen werden durch Feuchtigkeit ausgeglichen – bei Umgebungstemperaturen über 26 °C kann die Pflanze durch Besprühen des Laubs unterstützt werden.
Im Winter wird das Gießen reduziert – gießen Sie nur mit einer geringen Wassermenge, und nur wenn das Substrat vollständig trocken ist. Stehende Feuchtigkeit im Substrat, während die Pflanze nicht wächst (also keine Nährstoffe und Wasser aufnimmt), kann zu irreparablen Schäden führen.
Düngung beginnt im März, wenn die Pflanze aktiv wächst, und erfolgt alle 1-2 Wochen. Im Oktober wird die Düngung reduziert oder ganz eingestellt. Da es sich um eine schnellwüchsige Pflanze handelt, ist ein Dünger mit höherem Stickstoffanteil empfehlenswert. Ein hochwertiger Universalblütendünger kann erfolgreich verwendet werden.
Blüte der Stephanotis erfolgt meist in der warmen Jahreszeit von April bis Oktober. Die Blütenbüschel erscheinen ausschließlich an den neuen Trieben.
Die Blüten von Stephanotis haben einen hohen Zierwert und werden weltweit für florale Arrangements bei besonderen Anlässen verwendet – Girlanden, Anstecker, Corsagen, Strauß- und Gesteckkompositionen usw.
Die Blüten fallen vorzeitig ab, wenn die Pflanze starken Temperaturschwankungen, starkem Luftzug oder Überwässerung ausgesetzt ist, was ein deutliches Zeichen für Umwelt- oder Pflegeprobleme ist.
Blüte ist auch in der kalten Jahreszeit möglich, solange die Pflanze Temperaturen über 22 °C und gutes Licht erhält. Lichtmangel kann durch spezielle Wachstumsleuchten ausgeglichen werden.
Frucht entsteht, wenn Bestäuber Zugang zur Pflanze haben. Daher ist dies bei Innenhaltung eher selten und geschieht meist zufällig. Die Blüten können jedoch manuell mit einem feinen Pinsel bestäubt werden.
Frucht von Stephanotis floribunda
Die Früchte von Stephanotis sehen aus wie unreife Mangos und enthalten Samen. Die Pflanze gilt als leicht aus Samen zu ziehen, und die Reifezeit der Frucht bis zur Samenernte beträgt etwa 6 Monate. Die Früchte von Stephanotis sind nicht essbar.
Giftigkeit – Stephanotis ist ungiftig und hat keine negativen Auswirkungen auf Menschen und Tiere, weshalb sie als „haustierfreundliche“ Pflanze gilt.
Schnitt erfolgt ausschließlich in der Ruhephase und dient der Größenreduzierung oder Verjüngung. Befallene Pflanzenteile durch Krankheiten oder Schädlinge können jederzeit entfernt werden, um die Ausbreitung zu kontrollieren. Nach dem Schnitt bildet die Pflanze bei entsprechender Pflege neue, produktive Triebe.
Umtopfen – die Pflanze wird umgetopft, wenn der ursprüngliche Topf zu klein wird (Wurzelgebundenheit). Dies erkennt man leicht, wenn die Wurzeln stark aus den Abflusslöchern herauswachsen. Der neue Topf sollte etwa 2 cm größer im Durchmesser sein – verwenden Sie keine zu großen Pflanzgefäße.
Das Umtopfen frisch gekaufter Pflanzen erfolgt erst nach der Eingewöhnung an die neue Umgebung (3-4 Wochen) und nur, wenn die Pflanze aktiv wächst.
Eine allgemeine Anleitung zum Umtopfen finden Sie hier: Umtopfen – Wann und wie es gemacht wird
Substrat sollte eine mittlere Wasserspeicherung bieten – ein hochwertiges, universelles Erdgemisch (Torfboden) verbessert mit einem lockeren Material für Belüftung und Drainage (Perlit, Vermiculit, Bimsstein, Tongranulat, Rinde usw.) ist ideal.
Schädlinge. Mögliche Schädlinge sind Blattläuse, Schildläuse, Woll- und Schmierläuse, Thripse und Spinnmilben (die rote Spinne ist die häufigste und aggressivste). Eine vollständige Auswahl an Insektiziden/Akariziden finden Sie hier: Pflanzenbehandlungen
Es gibt auch biologische oder selbst hergestellte Mittel, deren Wirksamkeit jedoch fraglich oder wissenschaftlich nicht belegt ist.
Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen wirkt Wunder – untersuchen Sie die Blätter regelmäßig und wenden Sie sofort die nötige Pflanzenschutzmaßnahme an, sobald Schädlinge auftreten. Je früher diese erkannt werden, desto größer sind die Chancen, sie ohne bleibende oder erhebliche Schäden zu beseitigen. In frühen Stadien können sie durch manuelles Entfernen oder Abspülen mit Wasser entfernt werden – dies ist jedoch nur eine vorübergehende Lösung bis zur Anwendung des passenden Pflanzenschutzmittels.
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