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Zweck dieses Leitfadens
Dieser Artikel behandelt ausschließlich die Vermehrung von Plumeria durch Samen und Stecklinge. Zur Pflege von wachsenden Plumeria-Exemplaren, also Licht, Düngung, Ruhephase, Blätter und Schädlinge bei einer bereits etablierten Pflanze, lies den Pflegeleitfaden für Plumeria.
Vermehrung durch Samen
Aus Samen gezogene Pflanzen wachsen langsamer, und die Blüte kann ungefähr nach 2–4 Jahren oder später auftreten, abhängig von Genetik, Pflanzdichte und Nährstoffzufuhr. Die Samen reproduzieren nicht immer exakt die Mutterpflanze: Farb- und Formunterschiede können auftreten.
Nach der Bestäubung reifen die Früchte (Folikel) und können sich in etwa 8–10 Monaten öffnen. Um die Samen nicht zu verlieren und die Reifung zu verfolgen, kann die Frucht locker in einen atmungsaktiven Beutel eingewickelt und an der Basis gebunden werden. Die Aussaat erfolgt warm, in belüfteter und feuchter, aber nicht gesättigter Umgebung.

Früchte/Schoten mit Plumeria-Samen.

Plumeria-Samen nach dem Öffnen der Frucht.
Vermehrung durch Stecklinge
Stecklinge bewahren die Eigenschaften der Mutterpflanze und sind in der Regel der schnellste Weg zu einer schnell blühenden Pflanze. Die Entnahme erfolgt vorzugsweise im Frühling. Der Steckling ist in der Regel 20–30 cm lang. Reife Blätter werden entfernt, eventuell sehr junge Blätter an der Spitze bleiben erhalten. Der Schnitt erfolgt sauber mit desinfiziertem Werkzeug.

Plumeria aus Stecklingen.
Nach der Ernte kann die Basis des Stecklings vorbeugend mit einem Kontaktfungizid und einem Bewurzelungsstimulator behandelt werden. Bewurzelungspulver kann helfen, garantiert aber keinen 100%igen Erfolg: Hygiene, Wärme, Belüftung und vorsichtiges Gießen bleiben entscheidend.

Basis des Stecklings nach der Anwendung von Hormonen / Fungizid.
Kallus und Bewurzelung
Nach dem Schneiden lässt man den Steckling an einem trockenen, warmen und belüfteten Ort, bis sich ein Kallus an der Schnittstelle bildet, oft bis zu etwa zwei Wochen, abhängig von Dicke und Bedingungen. Zu frühes Pflanzen in feuchtes Medium ist eine der Hauptursachen für Fäulnis.

Kallusbildung um die Schnittstelle vor dem Pflanzen.

Vorbereitete Stecklinge, Richtlänge 20–30 cm.
Das Bewurzeln kann in leichtem Substrat (Torf + Perlit + Sand) erfolgen, aber feuchte organische Substanz erhöht das Risiko von Pilzbefall. In der Praxis wird eine gute Anwachsrate in Perlit oder sehr leicht feuchtem Sphagnum erreicht, auch mit einer Tüte um die Basis des Stecklings, die regelmäßig belüftet wird. Sphagnum speichert Wasser kontrolliert; Perlit ist anorganisch. Das Bewurzelungsmaterial sollte feucht, aber nicht nass sein.

Bewurzeln in einer Tüte mit leicht feuchtem Medium und regelmäßiger Belüftung.
Pflanzung auch nach dem Bewurzeln
Stecke etwa 5–7 cm der Basis des Stecklings in ein gut belüftetes, stabilisiertes Medium, damit es nicht verrutscht. Starke Beleuchtung, Wärme und sehr vorsichtiges Gießen sind wichtiger als ein zu großer Topf. Gieße nicht wie bei einer Pflanze mit ausgereiften Wurzeln, bis glaubwürdige Anzeichen für das Anwachsen vorhanden sind: festes neues Wachstum und ein leichter Widerstand bei vorsichtigem Ziehen. Es ist normal, dass Plumeria nach dem Umtopfen Blätter verliert; die Erholung erfolgt in der Regel schnell, wenn Wurzeln gebildet wurden.
Nachdem die Pflanze angewachsen ist
Nach dem Bewurzeln befolge die vollständigen Regeln zu Sonne, durchlässigem Substrat, Düngung, Winterruhe und Schädlingen im Pflegeleitfaden für Plumeria.
Dieser Leitfaden wird kostenlos angeboten. Du kannst secretgarden.ro unterstützen, indem du eine Pflanze aus den saisonal verfügbaren Plumeria auswählst.