Maxillaria variabilis (Bateman ex Lindl. 1837) – eine kleinwüchsige botanische Art aus Mexiko (Chiapas, Colima, Durango, Guerrero, Hidalgo, Jalisco, México), Guatemala, Belize, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien und Ecuador, wo sie terrestrische, lithophile oder epiphytische Standorte besiedelt, auf laubabwerfenden Arten, insbesondere Eichen, oder an deren Basis, auf einzelnen Bäumen in Weiden und Wiesen, in offenen oder dichten Wäldern mit hoher Luftfeuchtigkeit, in Höhenlagen von 500 bis 2500 m.
Von Bateman nach Lindley 1837 beschrieben, kennt das Taxon folgende gültige Synonyme: Maxillaria angustifolia Hooker 1841; Maxillaria chiriquensis Schlechter 1922; Maxillaria lyoni Lindley 1845; Maxillaria panamensis Schltr. 1922; Maxillaria revoluta Kl. 1852; Maxillaria variabilis subvar. lutea A.H.Kent 1893; Maxillaria variabilis var. unipunctata Lindl. 1838; Maxillariella panamensis (Schltr.) Szlach. & Sitko 2012; Maxillariella variabilis (Bateman ex Lindl.) M.A. Blanco & Carnevali 2007; Maxillariella variabilis var. unipunctata (Lindl.) Solano 2011. Maxillaria curtipes wird ebenfalls häufig als Synonym angegeben, sollte jedoch mit Vorsicht behandelt werden, bis solide Validierungen und Überarbeitungen vorliegen. Die Art unterscheidet sich von ähnlichen Arten wie M. Caespitifica durch andere Blüten – bei letzterer sind diese kleiner und grün – und von der Art Costaricensis durch grün-cremefarbene, rot gefleckte Blüten sowie durch die Vorliebe der zweiten Art für deutlich feuchtere Gebiete.
Die kleinwüchsige Art (4 - 21 cm Höhe) besitzt einzelne Blätter, die etwas wie Grashalme aussehen, linear oder linear-lanzettlich, spitz bis stumpf, 3 - 15 cm lang, die apikal an locker angeordneten, ellipsoiden Pseudobulben von 1,3 - 6,4 cm Länge sitzen, welche von mehreren Scheiden bedeckt sind und aus linearen oder verzweigten Rhizomen hervorgehen. Die Blütezeit erstreckt sich über das ganze Jahr; an der Basis der Blüten befinden sich faserige Scheiden, die die zarten Blütenstiele von 5 cm Länge umgeben, mit einzelnen Blüten, die von einigen dünnen, durchscheinenden, lanzettlich zugespitzten Hochblättern umgeben sind. Die Farbe der langanhaltenden Blüten variiert von fast schwarz, Indigo, Violett, Weiß, Gelb, mit oder ohne rote zentrale Flecken, gelbgrün, und ihr Durchmesser beträgt meist etwa 2 cm. Das Aussehen ist glänzend, fast wachsig, und das Labellum kann bei hell gefärbten Sorten rot gefärbt sein, während es bei dunklen Exemplaren eine ähnliche Farbe wie die Kronblätter aufweist.
Das empfohlene Lichtstrahlungsniveau für diese Art liegt im Bereich von 18000 - 30000 Lux, mit mäßig intensiver, gut gestreuter Beleuchtung, da direkte Sonneneinstrahlung Verbrennungen verursachen kann, die die Pflanze zerstören. Eine effiziente Belüftung wird empfohlen.
Die empfohlene Wachstumstemperatur liegt im Bereich von 25 - 28 ℃. Es ist vorzuziehen, die Pflanze in einer Umgebung zu platzieren, die eine natürliche nächtliche Temperatursenkung ermöglicht (z. B. Balkon/Terrasse usw.) – Temperaturschwankungen helfen der Pflanze und fördern die Blüte.
Im Sommer und zu Beginn des Herbstes wird eine Luftfeuchtigkeit von 60 - 75 % empfohlen, die durch regelmäßiges Besprühen oder mit Hilfe eines Luftbefeuchters erreicht werden kann. Von Ende Herbst bis Frühling sollte die Luftfeuchtigkeit auf 55 - 60 % gesenkt werden.
Für den Anbau der Art werden Behälter mit effizienter Drainage bevorzugt – zum Beispiel Kunststoffkörbe oder Töpfe mit ausreichend vielen Löchern, die ein schnelles Ablaufen des Wassers und eine angemessene Belüftung des Substrats ermöglichen. Das Kulturmedium besteht aus Kiefernrinde mittlerer oder sogar grober Körnung, großen Kokosfaserstücken
Die Bewässerung erfolgt mäßig bis reichlich (bei gut drainierendem Substrat), beginnend in der zweiten Hälfte des Frühlings bis zum frühen Herbst, danach wird sie in den folgenden 5 - 6 Monaten schnell und deutlich reduziert, um den natürlichen Perioden mit reichlich Regen gefolgt von Trockenheit zu entsprechen. Das Bewässerungsschema wird mit dem Übergang der ersten Frühlingshälfte des nächsten Jahres wieder aufgenommen.
Die Düngung erfolgt mit einer Konzentration von 25 - 50 % der auf der Flasche empfohlenen Dosis während der aktiven Wachstumsphase, wobei das ganze Jahr über ein ausgewogener Dünger verwendet wird; von Frühling bis Mitte Sommer kann eine Variante mit erhöhtem Stickstoffanteil genutzt werden, die anschließend von einer phosphorreichen Formel von Mitte Sommer bis Ende Herbst ersetzt wird. In der kalten Jahreszeit wird die Düngung eingestellt.
Die Ruhephase im Winter wird durch die Reduzierung der Wassergabe und das Einstellen der Düngung sichergestellt, dabei wird darauf geachtet, dass das Substrat nicht vollständig austrocknet. Gleichzeitig werden gelegentliche Sprühungen am Morgen und seltene, oberflächliche Wassergaben nur bei Bedarf empfohlen. Die Sprühungen sollten den gesamten Wasserbedarf während der Ruhephase decken.
Möchtest du mehr Artikel sehen und mehr Wissen sammeln? Dieser Artikel wird kostenlos angeboten, aber du kannst unterstützen secretgarden.ro mit einer Bewertung hier:
Google: Bewertung auf Google
Facebook: Bewertung auf Facebook