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Einführung und Geschichte
Im Handel wird der Name Cambria für eine breite Gruppe von intergenerischen Hybriden aus der Untertribus Oncidiinae verwendet. Im kommerziellen Notogen „Cambria“ finden sich Hybriden wie Beallara, Burrageara, Colmanara, Miltonidium, Odontocidium, Odontoglossum (im gärtnerischen Sinne), Vuylstekeara, Wilsonara und andere. Die Haupteltern stammen aus Gattungen wie Odontoglossum, Oncidium, Miltonia, Cochlioda, Brassia.
Ein Notogen ist in der gärtnerischen Systematik eine „Gattung“, die Hybriden aus Kreuzungen zwischen verschiedenen Arten oder Gattungen zusammenfasst. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: nothos (Bastard) + genos (Gattung).
Die erste bedeutende Linie in diese Richtung wurde 1911 von Charles Vuylsteke aus der Kreuzung Odontoglossum crispum × Miltonia × Cochlioda noetzliana gezüchtet und zu seinen Ehren Vuylstekeara genannt. Fast ein Jahrzehnt später entstand Vuylstekeara Cambria Plush (Vuylstekeara × Odontoglossum Clonius), ausgezeichnet von RHS und AOS. Seitdem hat die intergenerische Hybridisierung mit spektakulären Blüten in Form, Farbe und Duft stark zugenommen.
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Über die Kulturwerte
Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Lux-Werte und Bewässerungsrhythmus sind Richtwerte. Die Variabilität im Notogen Cambria ist groß: Einige Linien ähneln Odontoglossum (kühler), andere Oncidium (wärmer). Beobachte die Blätter, Pseudobulben und feinen Wurzeln, bevor du ein einheitliches Regime erzwingst.
Wuchsform und Blüte
Der Notogen zeichnet sich durch stark abgeflachte Pseudobulben aus, aus denen Blätter und Blütentriebe hervorgehen. Die Anzahl der Blüten pro Trieb kann von wenigen (etwa 3) bis zu Dutzenden (bis zu etwa 70 bei manchen Linien) variieren. Am Ende der Blütezeit bilden die Pflanzen junge Pseudobulben, die den Zyklus neu starten. Die Farben sind intensiv: Rot, Violett, Orange, Gelb, Weiß, mit Punkten, Flecken oder Linien in starkem Kontrast. Die Blüte kann spontan zu jeder Jahreszeit auftreten. Das Wachstum ist im Allgemeinen einfach, wenn die Wurzeln nicht ständig nass gehalten werden.
Topf und Substrat
Obwohl die Pflanzen robust sind, ist das Wurzelsystem empfindlich: Die Wurzeln sind dünn und zerbrechlich. Üblicherweise werden undurchsichtige (nicht transparente) Töpfe aus Kunststoff oder porösen Materialien wie Keramik verwendet, eventuell mit Löchern, um die Wurzeln vor Licht zu schützen und gleichzeitig Belüftung und Drainage zu gewährleisten.
Empfohlenes Substrat: Kiefernrinde mit kleiner Körnung (etwa 3–9 mm), pur oder gemischt mit Sphagnum, Kokosfaser und Perlit oder Vermiculit. Bei Secret Garden gibt es das spezielle Produkt: Premium-Substrat für Cambria, Cymbidium, Oncidium, Zygopetalum und Dendrobium.
Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht
Temperatur. Richtwert zwischen 18–28 °C als Arbeitstemperatur. Verträgt gut vorübergehende Schwankungen.
Luftfeuchtigkeit. Richtwert 55–80 % mit guter Belüftung.
Licht. Mittel bis stark, etwa 20000–35000 Lux – im Bereich, in dem die Hybriden den Bedürfnissen von Vanda und Cattleya nahekommen. Die Blätter sind jedoch empfindlicher: Von März bis September wird eine Teilbeschattung empfohlen, um diffuses Licht zu gewährleisten, das die Blätter nicht verbrennt.
Bewässerung und Düngung
Die Bewässerung erfolgt mäßig. Übermäßiges Wasser wird außerhalb intensiver Verbrauchsphasen (einschließlich Blüte) schlecht vertragen. Wassermangel zeigt sich an Blättern, die sich langsam entwickeln und quer gefaltet erscheinen. Das Substrat bleibt feucht, nicht nass; eine leichte Austrocknung zwischen den Wassergaben ist erlaubt.
Die Düngung erfolgt während des Wachstums verdünnt (in der Regel 25–50 % der auf der Verpackung angegebenen Dosis) nach dem Gießen. Im Winter oder bei Wachstumsstagnation wird sie reduziert.
Häufige Probleme
- Weiche, kurze Wurzeln = zu feuchter Topf, zersetztes Substrat, Luftmangel
- Verbrannte Blätter = direkte Sonne im Frühling und Sommer
- Gefaltete Blätter, langsames Wachstum = unzureichende Bewässerung oder schwache Wurzeln
- Keine Blüten = zu wenig Licht oder frisch geteilte Pflanze / ohne reife Pseudobulben
Häufig gestellte Fragen
Warum heißt es „Cambria“, wenn auf dem Etikett Vuylstekeara oder Wilsonara steht?
„Cambria“ ist ein Sammelbegriff für viele Oncidiinae-Hybriden. Der Name auf dem Etikett (Vuylstekeara, Wilsonara etc.) ist oft botanisch-gärtnerisch präziser.
Kann ich einen transparenten Topf wie bei Phalaenopsis verwenden?
Das ist nicht ideal. Die feinen Wurzeln von Cambria bevorzugen in der Regel einen undurchsichtigen Topf und ein Substrat mit kleinerer Körnung, das gut belüftet ist.
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