Hibiskus syriacus 'Hamabo' - preisgekrönter Gartenhibiskus
Hibiskus syriacus 'Hamabo', auch bekannt unter den Namen „Rose von Sharon Hamabo“, „Althéa Hamabo“ oder „Baum-Malve“, ist eine Sorte der Art Hibiskus syriacus aus der Familie der Malvengewächse. Dieser laubabwerfende Strauch, der aus Ostasien (China, Japan, Korea) stammt, wird wegen seiner großen, exotischen Blüten und der langen Blütezeit von Sommer bis Herbst geschätzt. 'Hamabo' erhielt die angesehene RHS Auszeichnung für Gartenwert aufgrund seiner hervorragenden Leistung in Gärten und ist ideal für Rabatten, Hecken oder als Solitärpflanze.
Aussehen der Blätter, Blüten und Früchte
- Blätter: Die Blätter sind laubabwerfend, dunkelgrün, eiförmig oder dreilappig mit gezähnten Rändern, 7-10 cm lang. Sie erscheinen spät im Mai und haben eine handförmig verlaufende Aderung. Im Herbst können die Blätter gelbliche Töne annehmen, bevor sie abfallen, bieten jedoch kein besonders farbenprächtiges Schauspiel.
- Blüten: Die Blüten sind groß, mit einem Durchmesser von 7-12 cm, trompetenförmig mit 5 Blütenblättern. Die Farbe ist ein blasses Rosa mit dunkleren Streifen und einem markanten karminroten Fleck an der Basis jedes Blütenblatts, der einen reizvollen Kontrast bildet. Sie blühen von Juli bis September, manchmal bis Oktober, jede Blüte hält einen Tag, wird aber ständig durch neue Knospen ersetzt. Die Blüten duften schwach und ziehen Bestäuber wie Bienen, Schmetterlinge und Kolibris an.
- Früchte: Es werden grüne oder braune, 1-2 cm große, sich öffnende Kapseln gebildet, die im Winter bestehen bleiben. Diese sind nicht schmückend und enthalten Samen, die leicht keimen können, wodurch die Pflanze in manchen Regionen leicht invasiv sein kann.
Wachstumseigenschaften
- Höhe und Breite: Wächst als aufrechter Strauch und erreicht 1,5-2,5 m Höhe und 1,2-1,5 m Breite in 10-20 Jahren. Unter optimalen Bedingungen kann er bis zu 3 m hoch werden, wenn er nicht geschnitten wird. Er hat eine vaseförmige Gestalt mit langen, dünnen Zweigen, die sich unter dem Gewicht der Blüten biegen.
- Wuchsfreudigkeit: Das Wachstum ist mäßig, mit dichter Verzweigung bei regelmäßigen Schnitt. Die Blüten erscheinen an neuem Holz, weshalb ein jährlicher Schnitt vorteilhaft ist.
- Typ: Es handelt sich um einen laubabwerfenden, widerstandsfähigen Strauch mit verzweigter Struktur, der in verschiedene Formen gebracht werden kann, einschließlich als Hochstamm oder kleiner Baum.
Wachstumsbedingungen
- Standort: Bevorzugt volle Sonne für reichliche Blüte, verträgt aber auch Halbschatten. Ein sonniger, windgeschützter Platz maximiert das Blütenbild.
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Boden: Wächst gut in fruchtbaren, gut durchlässigen Böden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit, von leicht sauer bis alkalisch (pH 5,5-8). Verträgt auch magere Böden, bevorzugt jedoch eine Mischung mit Kompost oder gut verrottetem Stallmist. Für Kübel wird ein erdhaltiger Kompost wie John Innes Nr. 3 empfohlen.
- Bewässerung: Benötigt regelmäßige Wassergaben, besonders im ersten Jahr, um den Boden feucht, aber nicht durchnässt zu halten. Einmal etabliert, verträgt er mäßige Trockenheit.
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Bestäubung: Die einfachen Blüten ziehen Bestäuber wie Bienen an, während halbgefüllte Blüten für Insekten schwerer zugänglich sind.
Pflege und Widerstandskraft
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Frosthärte: Ist frosthart und verträgt Temperaturen von -15°C bis -20°C (Zonen 5-9), somit geeignet für gemäßigte Klimazonen, einschließlich Rumänien. Junge Blätter können von Spätfrösten betroffen sein, bei strengen Wintern wird empfohlen, den Wurzelbereich zu mulchen.
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Düngung: Im Frühjahr und Sommer einen ausgewogenen Dünger (z. B. 10-10-10) geben, um die Blüte zu fördern. Die Pflanze ist ein „starker Fresser“ und profitiert von regelmäßiger Düngung während der Wachstumszeit.
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Rückschnitt: Im Februar-März schneiden, um die Blüte am neuen Holz zu fördern, dabei 2-3 Knospen an den Zweigen des Vorjahres erhalten. Der Schnitt hilft, eine kompakte und dichte Form zu bewahren. Im Frühjahr abgestorbene oder beschädigte Zweige entfernen.
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Schädlinge und Krankheiten: Kann von Blattläusen, Spinnmilben, Weißen Fliegen oder Japankäfern befallen werden. Krankheiten umfassen Blattflecken, Rost oder Mehltau, besonders bei feuchten Bedingungen. Gute Belüftung und das Vermeiden von Blattnässe verringern die Risiken.
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Vermehrung: Vermehrung durch Triebstecklinge, die im Sommer entnommen werden, Absenker oder Samen, wobei Samen variierende Pflanzen hervorbringen können. Stecklinge sind die zuverlässigste Methode, um die Sorteneigenschaften zu erhalten.
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Giftigkeit: Ist ungiftig für Menschen und Tiere, die Blüten sind essbar und werden in manchen Kulturen für Tees oder Dekoration verwendet.
Verwendung
Hibiskus syriacus 'Hamabo' ist ideal für gemischte Rabatten, Hecken, Sichtschutz oder als Einzelpflanze im Garten. Seine exotischen Blüten verleihen einen tropischen Hauch und sind perfekt für Bauerngärten oder städtische Grünanlagen wegen seiner Toleranz gegenüber Verschmutzung. Er kann in Gefäßen auf Terrassen kultiviert werden und eignet sich für kleine Höfe. Er ist hervorragend, um Bestäuber anzulocken und einen Blickfang im Garten zu schaffen.
Herkunft
Hibiskus syriacus stammt ursprünglich aus Ostasien (China, Indien, Korea), wurde aber seit dem 12. Jahrhundert in Europa kultiviert. Die Sorte 'Hamabo', japanischen Ursprungs, ist eine seltene Auswahl, die als „fesselnd“ oder „überraschend“ wegen ihrer einzigartigen rosa Blüten mit roten Flecken bezeichnet wird. Sie ist eine der wenigen japanischen Züchtungen der weit verbreiteten Art in der Gartenkultur. Sie ist das Nationalsymbol Südkoreas und wird in der Nationalhymne erwähnt.