Häufig im Gartenbauhandel anzutreffen unter der falschen Bezeichnung Epidendrum Barkeria, wahrscheinlich aufgrund der zeitweisen Einordnung des Taxons in die Gattung Epidendrum sowie der ähnlichen Wuchsform wie bei einer bei Epidendrum Radicans-Sammlern verbreiteten Art.
Eine relativ kleine Art, die ein kühles, aber trockenes Klima bevorzugt, zeichnet sich Barkeria Spectabilis durch zylindrisch-spindelförmige, aufrechte Pseudobulben aus, die von Scheiden bedeckt sind und ovale bis linear-lanzettliche, ledrige, spitze bis zugespitzte Blätter tragen.
Gültige Synonyme für diese Art sind Barkeria lindleyana ssps. spectabile [Batem ex Lindl.] Rchb.f 1862; Epidendrum spectabile (Bateman ex Lindl.) Rchb. f. ex Müll. Berol. 1862.
Die Gattung wurde erstmals 1838 zu Ehren von George Barker beschrieben, der die Art erstmals aus Mexiko importierte und deren Blüte erfolgreich kultivierte. Heute umfasst die Gattung Barkeria 16 anerkannte Arten.
Ursprünglich aus der Region Mittelamerika, genauer gesagt El Salvador, Chiapas, Guatemala, Honduras und Nicaragua, besiedelt die Orchidee Barkeria Spectabilis epiphytische Standorte auf Eichen in Höhenlagen von 1300 - 3500 m, kann aber ebenso gut lithophil sein. Eng verwandt mit den Arten der Gattung Epidendrum, begeistert sie durch Blüten von 4 - 8 cm Größe, mit variierenden Farben von Weiß bis Rosa, mit Punkten in dunkleren Schattierungen.
Die Blütezeit für Barkeria spectabilis liegt im Zeitraum April - August. Die endständigen Blütenstände erscheinen an etwa 25 cm langen Stielen, sind trauben- oder rispenförmig und wachsen an den neuen Pseudobulben. Die Blüten haben eine relativ kurze Lebensdauer, sind nicht duftend, und ihre Anzahl kann stark variieren, von wenigen bis zu sehr vielen, aberdie Blüte erfolgt nacheinander, was jeden Sammler über einen längeren Zeitraum erfreut.
Eine Anbaumethode für diese Art kann darin bestehen, sie auf Holzästen zu montieren, mit mäßigem Schatten, gleichmäßiger Bewässerung während der Wachstumsphase, aber einer Ruhephase mit reduzierter Bewässerung und Düngung im Winter nach dem Laubfall – ein normaler Aspekt für diese laubabwerfende Art im Winter, wenn die Ruhephase einsetzt. Dieser Aspekt macht diese Art zu einer robusten, anspruchslosen Orchidee, die auch Vernachlässigungsphasen gut verträgt.
Hohe Temperatur nimmt eine mittlere, intermediäre Position ein, aber diese Orchidee verträgt auch gut Kälteperioden, besonders nachts. Die Beleuchtung wird intensiv sein, begleitet von moderater Bewässerung, da die Art keine nassen Wurzeln verträgt. Wenn das tägliche Austrocknen der Wurzeln möglich ist, kann auch täglich bewässert werden. Spätherbst und Winter wird die Bewässerung reduziert, bis neues Wachstum bemerkt wird.
Für Düngung kann erfolgreich jeder Orchideendünger verwendet werden.
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