Endemische Pflanzenart in Sumatra, den Andamanen- und Nikobareninseln, in feuchten und warmen Wäldern vom Meeresspiegel bis zu 100 m Höhe, Phalaenopsis tetraspis wurde von Heinrich Gustav Reichenbach beschrieben und weist folgende derzeit bekannte Synonyme auf: Phalaenopsis barrti King ex Hook. f. 1895; Phalaenopsis imperati; Phalaenopsis speciosa var tetraspis [Rchb.f] Sweet 1968; Phalaenopsis sumatrana var alba Wilson 1915; Polychilos speciosa (Rchb. f.) Shim 1982.
Mittelgroße Art, wärme- und feuchtigkeitsliebend, zeichnet sich durch bis zu 30 cm lange, eiförmige, kurz zugespitzte bis stumpfe Blätter aus, die sich allmählich zur Basis hin verjüngen, wo sie an einem kurzen Stiel ansetzen. Sie blüht häufig im Frühling an 2-5 seitlichen, gebogenen Blütentrieben von etwa 30 cm Länge, traubig oder rispig, mit fractiflexem Rhachis (Zickzack-ähnliches Aussehen des Blütentriebs), der länger als die Blätter ist und glänzende, wachsartige Blüten mit intensivem Duft trägt.
Das Wachstum dieser Art erfordert eine mittlere Lichtstärke von etwa 18000 – 22000 Lux und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Die ideale Fotoperiode beträgt 12 Stunden pro Tag. Die Temperatur kann das ganze Jahr über konstant gehalten werden, mit 22 - 28 ℃ tagsüber und 18 – 22 ℃ nachts. Es ist notwendig, einen Unterschied von 3 – 4 ℃ zwischen Nacht- und Tagestemperaturen sicherzustellen, um den Blüherfolg zu gewährleisten.
Der Anbau kann im klassischen System in Töpfen aus Kunststoff oder Keramik erfolgen, perforiert, mit Kiefernrinde mittlerer Größe (2 – 4 cm), wobei eine Luftfeuchtigkeit von 55 – 60 % gewährleistet wird. Wenn das Kultivierungssystem auf Platten mit nackten Wurzeln gewählt wird, muss die Luftfeuchtigkeit auf 70 % erhöht werden und eine kleine Menge Sphagnum-Moos unter den Wurzeln platziert werden, um die Feuchtigkeit zu erhalten.
Die Bewässerung erfolgt nur, nachdem das Substrat getrocknet ist, in einem Abstand von etwa einer Woche oder mehr, wobei besonderes Augenmerk auf das Wasser gelegt wird, das zwischen den Blättern stehen bleiben und Pilz- sowie bakterielle Erkrankungen verursachen kann. Düngungen können bei jeder dritten Bewässerung in einer Verdünnung von 50 % der vom Hersteller angegebenen Konzentrationen verabreicht werden.
Die Art benötigt keine Ruhephase zur Auslösung der Blüte, diese wird jedoch durch plötzliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht angeregt.
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